Unser Sohn heisst Fynn Constantin (Rufname Fynn), und wir finden das gut so. Und wenn Fynn nach meiner Frau kommt, dann wird er auch seinem Namen gerecht werden, als Fionn, "der Blonde". Dann muss er nur noch dem alten Fionn Mac Cumhail gerecht werden und in der Geschäftswelt des Jahres 2050 als Global Player Heldentaten vollbringen, wie sein berühmter Vorgänger als Held der Sagenwelt Irlands.
Seine Namensvettern haben ja inzwischen schon unter diesem Vor- wie Nachnamen die ganze Welt erobert und besiedelt. Das waren Fynn, Finn, McFynn, McFinn, Maginn, O'Fynn, O'Finn, Fionn. Sie alle trugen den selben Namen, wenn auch in den typisch mittelalterlich-sorglosen Schreibweisen, als sie aus Irland und dem alten County Sligo ab Mitte 17. Jh. in die Welt hinaus zogen, um dort Gälische Lebensart zu verbreiteten, und ebenso 1845/50, als sie sogar hinaus flüchteten , vor allem nach USA, Kanada und Australien, als bei ihnen zu Hause in Irland die große Hungersnot wütete ("Irish Potato Famine", über 700.000 Opfer).
Also nicht nur auf Irland und England, sondern auch auf USA, Kanada und Australien sollte unser Sohn sein Augenmerk richten, denn auch dort könnte Fynn dereinst sein weibliches Gegenstück finden, eine schnuckelige kleine Fiona.
Wie Ihr seht gibt es also schöne kleine geschichten um den Namen. Warum in aller Welt immer sich nach der Häufigkeit oder den henseleien richten (ausser man heisst Bochum oder Köln weil man dort gezeugt wurde). Der Name Fynn ist kurz und pregnant, ist international Aussprechbar, und später weiss eh kein Kind mehr was ein Finn-Wal ist ;-)