Ich versteh jetzt auch gerade nicht, was das mit Schubladendenken zu tun haben soll !?!
@Johanna
Der Name Chastity entstammt der puritanischen Gesellschaft und dieses Buch beschreibt diese sehr genau. Lolita, die hier wohl eine der treusten Fans dieses Namens, konnte mit den Puritanern nichts anfangen, viele andere, die sich für diesen Namen interessieren, wahrscheinlich auch nicht. Ich kann es den Leuten sowieso nicht ausreden kann, einen solchen Namen in Deutschland zu verwenden.
Allerdings bin ich der Meinung, wenn man seiner Tochter schon unbedingt diesen Namen geben möchte, sollte man sich über der Herkunft des Namens und die Gesellschaft, in der er entstanden ist informieren. Wenn ich die Leute mit diesem Buch genau dazu anrege, wo quietscht da bitte eine Schublade?
Ist es nicht auch eine Art von Schublade, Eltern in eine "Hip-Hop" oder "Hippie"-Schablone zu stecken, die ihren Kindern englischsprachige Namen geben.... mmmhhh...
Und ich möchte eine ehrlich Antwort: Wer würde seinem Kind einen urdeutschen jahrhundertalten Namen (wenn wir schon in der Geschichte rumkramen) geben. Á la Brunhild, Siegbert, Wolfram... etc.
Ich finde es wird schon etwas übertrieben, gibt es doch noch genügend Maximilians, Sebastians und Wolfgangs in den heutigen Schulklassen...
Amerika wird seine bizarren Gründe gehabt haben, warum sie damals aus einem Schneider einen Taylor machten, jedoch finde ich es auch nicht rechtens, dies mit der Namensgebung der heutigen Elterngeneration gleichzusetzen...
Meine Schwester moserte jahrelang über die veschwindenden schönen deutschen Namen und heute hat sie ihren kleinen Jaden Ryan...
Ich habe oft das Gefühl, es ist einfacher mit dem Finger auf andere Leute zu zeigen, da es von einem selbst ablenkt...
Also, "Kurzfassung": Puritanismus war eine Reformbewegung innerhalb der protestantischen Kirche in England im 17. Jh. Viele Puritaner wanderten auf Grund von Diskriminierung nach Amerika aus, die berühmteste Auswanderergruppe kam auf der Mayflower (im deutschen werden die Puritaner dort oft als Pilgerväter bezeichnet). In Nordamerika wurden die Puritaner zur führenden Religiongruppe, auf sie geht z.B. auch Thanksgiving-Fest in seiner heutigen Form zurück. Bezeichnend für die Puritaner war ihre Bibeltreue und ihre Sittenstrenge, weshalb sie ihren Kindern eben Namen wie Chastity (Keuschheit) oder Faith (Glaube) gaben. Allerdings haben sie es dabei auch gelegentlich übertrieben (zumindest für meine Maßstäbe), in dem sie ihren Kindern ganze Textzeilen aus der Bibel als Vornamen gaben z.B. "Wenn Jesus Christus nicht für mich gestorben wäre, so wäre ich verdammt", abgekürzt in "Verdammt". Aus diesem Hintergrund halte ich puritanische Namen (außer in wirklich strenggläubigen Familien in den USA) GRUNDSÄTZLICH für fragwürdig.
Diese jungen Hipphopp-Mütter achten doch nur auf den Klang, nicht auf die Bedeutung. Sie wählen irgendeinen Namen aus irgendeinem fremden Land zu den sie keinerlei Beziehung haben. Hauptsache der Name klingt WIE MUSIK in den Ohren und ist NICHT DEUTSCH.
Das ist ja das Übel: Es geht hier nicht um ein schönes Lied, sondern um einen Namen für ihr Kind, einen Namen den das Kind sein Leben lang tragen muss.
Wer möchte schon wirklich gerne Chastity-Claire heißen? Ich jedenfalls nicht.
Hilfe, Hippie-Alarm!!!
Nein, es hat nichts mit Intoleranz zu tun, wenn man der Meinung ist, ein Name sollte der Muttersprache und damit dem Heimatland entlehnt sein. Das ist seit Jahrhunderten ein Zeichen des Respekts gegenüber der Sprache des Landes, in dem man lebt. Nicht umsonst wurde zu früheren Zeiten bei den Einwanderern in die USA die Namen ins Englische übersetzt und teilweise sogar geändert. Da wurde auf Elis Island Schmidt zu Smith, Schneider zu Taylor, Müller zu Miller usw.
Auch in Europa war es üblich, die Nachnamen der Sprache des Landes, in dem man lebte, anzupassen, vor allem bei der jüdischen Bevölkerung. Ein Herr Birnbaum war in Portugal ein Sr. Pereira und ist es noch. Wenn nun jemand sagt, das seien Repressalien gegen hilflose einfache Leute, weit gefehlt. Selbst im europäischen Hochadel war es üblich, die Namen der Sprache anzupassen. Bestes Beispiel: aus der östereichischen Prinzessin Maria Antonia wurde nach der Heirat mit dem französischen Kronprinzen die französische Königin Marie Antionette. Eine weitere Berühmtheit ist Prinzessin Sophie Auguste von Anhalt-Zerbst-Dornburg, aus ihr wurde nach der Heirat mit dem russischen Zaren Jekaterina Alexejewna, besser bekannt als Katharina die Große.
Nun gibt es aber auch „internationale“ Namen, die in vielen Sprachen auf der Welt ähnlich klingen und ähnliche Schreibweisen haben, Beispiele gefällig:
Anna ist ein Name, der in dem Land mit europäischen Wurzeln gekannt und verstanden wird. Ebenso Sophie, Maria, Patricia, Theresa, Louise, Katharina, Caroline, Helena, Magarete...
Bei Männernamen ist es noch einfacher: Philipp, Peter, Theodor, Eduard, Richard, Wilhelm, Ferdinand, Anton...
Selbst ein urdeutscher Friedrich kann seinen Namen problemlos in alle Sprachen der abendländischen Kultur übersetzen. Oder wie steht es mit Rainer? Typisch deutsch? Sicher? Wie erklärt ihr euch dann den verstorbenen Fürsten Rainier von Monaco? Auch dieser Name ist international, da er in den romanischen Sprachen durchaus üblich ist.
Diese wunderschönen, klassischen und überall in der westlichen Welt bekannten Namen sind bei den Freunden von Chastity-Claire und Phoebe-Joy als alt und vor allem DEUTSCH verpönt, ich frage mich warum? Ist man international, wenn man sein Kind Chastity-Claire nennt? Dieser Name ist nicht international, er ist nicht mal amerikanisch, er ist puritanisch. Schubladendenken ist für mich, wenn man einen Namen den man nur im englischen Versteht mit dem Prädikat international behängt. Namen die man auch im Französischen, Spanischen, Portugiesischen, Italienischen, Niederländischen und vielleicht sogar im Polnischen, Russischen oder Griechischen versteht bzw. in übersetzter Form kennt, das sind internationale Namen. Versuchen wir das mal mit Chastity-Claire, sieht es ganz finster aus. Man wird ein Kind mit Namen „Keuschheit“ am Ende nur in den USA finden – wir schließen die deutsche Schublade und öffnen die amerikanische...
Da haben wir´s schon wieder: das gute alte Denken in Schablonen. Deutsche sollen deutsche Namen tragen und Amerikaner amerikanische Namen... und ohnehin soll jeder nur noch mit seinem Land beschäftigt sein...
Jede Kultur besitzt seine Eigennamen, schon klar. Jedoch haben wir alle (Gott Sei Dank) das wunderbare Recht, uns auszutauschen - auch was Vornamen anbelangt. Was ist, wenn mir gerade ein amerikanischer Name so wahnsinnig gut für mein Kind gefällt? Es liegt an den Menschen, die damit herumhadern, nicht an den Menschen, die sich für den Namen enscheiden.
Ich muss kein Freund des amerikanischen Volkes bzw. Landes sein, um einen hiesigen Namen gut zu finden - also bitte kein Schubladen-Denken.
Toleranz heißt das Zauberwort...
Was habt ihr immer mit den englischen Namen?? Die passen doch garnicht zu euch Deutschen! Aber Sabine ist zum Beispiel euer Name. Wie wärs damit?
@Sorry vom 24.3.
Emely Erdbeer find ich irgendwie nen total coolen Vergleich xD
hat wirklich was davon!
Also, ich glaube nicht das wir es hier zu unseren Hobby machen zu kontrollieren, welcher name wieviele Stimmen bekommt. Da wir aber nunmal in D leben und es diese Plattform gibt, ist es nur logisch, das wir kommentieren ob der Name nach Deutschland passt oder eben nicht und es fällt uns eben völlig erstaunt auf, WOHER all diese Stimmen kommen. Denn leider machen sich die Leute heutzutage immer weniger Gedanken um das WOHL des Kindes bei der Namensgebung. Ich habe teilweise den Eindruck, je außergewöhnlicher desto besser und jaaaa von der Masse und den bösen Nachbarn abzuheben oder meinen tristen Alltag mit einem super-duper-Namen nen Touch von Pseudo-Exquisit-Hauch geben. DAS ist für mich HOBBYLOS.
Musst nicht gleich explodieren.
ich hab gemerkt, dass der name halt immer "höher" in der rangliste steigt,
und ich bewerte auch, ob der Name nach deutschland passt oder nicht. Weil sich Chastity-Claire Meier nämlich noch dummer anhört als Chastity-Claire Stone oder halt irgendein anderer englischer Familienname
Kann gar nicht glauben das der Name so weit oben steht unter "C"...kommt mir so vor als würden die Eltern der Kleinen jeden Tag mehrmals auf den Daumen-Button klicken um massig Stimmen zu produzieren ;-) Nicht böse gemeint, gibt auch viiiieeeel schlimmere Namen! Aber der hört sich für mich so an wie Emely Erdbeer und ich glaube das Mädel wirds in Deutschland mit dem Namen super schwer haben. Wobei ich CLAIRE widerum sehr schön finde!!!!! Ich finde auch das ein Bindestrich einen Namen total kaputt macht :-(
@rigrunner:
Nein natürlich nicht, man muss gar nichts, genauso, wie fast alle Leute eine Stefanie, Steffi rufen, da sagt ja auch keiner, nun müsst ihr das Kind Stefanie rufen, weils in ihrem Pass steht.
In meinem Freundeskreis gibts ne Lisa-Marie,
aber alle nennen sie blos Lisa.
Also könnte man eine Chastity-Claire auch nur Chastity oder Claire rufen, bei zwei Namen könnte das Kind sich dann auch noch selbst entscheiden, wie es genannt werden will,
man kann auch noch nachträglich im Pass einen
Namen unterstreichen lassen, dann gilt dieser
als Rufname.
Das finde ich das gute an Doppelnamen, das Kind kann wenns alt genug ist ein bisschen mitentscheiden:
Beispiel, mein Onkel heißt Heinz-Günther, findet den Namen Heinz aber so schrecklich, dass er in seinem Pass den Namen Günther unterstreichen
lies, und kann jetzt auch überall nur noch mit Günther unterschreiben.
Der Name klingt absolut künstlich und unecht.
Da finde ich Holle-Honig besser...
Mmmhhh irgendwie kommt diese Stimmenmogelfrage bei voll vielen Namen irgendwann mal auf...
Ich weiß es nicht kommt drauf an wie lange es den Namen hier schon gibt, Nolle78 meinte irgendwas von 2 Tagen, was nicht stimmen kann,
weil es viele Kommis gibt, die deutlich älter sind.
Eigendlich ist es ja auch egal, wenn jemand 3 oder 4 mal für einen Namen abstimmt, wenn er ihn soooo schön findet. Was mich wundert, ist dass diese Vermutungen noch nie bei zoe aufgetaucht sind, der hat ja wirklich gehörig viele
Stimmen und ich kenne niemanden der den Namen mag, naja egal, um zoe geht es ja hier eigentlich nicht, um auf C.C zurückzukommen,
ich finde Chastity-Claire eigentlich ganz nett,
es gibt schönere, es gibt aber auch weitaus hässlichere Namen...
wie auch immer ich hab jedenfalls nur einmal abgestimmt =)
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