Bin seit einem knappen Jahr die Mama einer Emma und bin auch jetzt noch von unserer Wahl überzeugt. Bei der Namensvergabe war uns wichtig, dass der Vorname problemlos auszusprechen und zu schreiben ist und- vor allem! - nicht mit Negativ-Erlebnissen aus meiner beruflichen Laufbahn als Lehrerin behaftet ist. Durch meine Klassenzimmer gingen tausende Kinder mit teils schrägen bzw. nicht aussprechbaren Vornamen. Um beim Thema zu bleiben: In meiner 14jährigen Tätigkeit waren die Emmas ausnahmslos intelligente und geschätzte Mädchen, die nie wegen ihres Vornamens - weder vom weiblichen noch vom männlichen Geschlecht - gehänselt bzw. belächelt wurden, während die Cheyennes, Courtneys etc. sich häufig der Nachfrage"Hä? Wie heißt die?" stellen mussten bzw. das Buchstabieren stets mit dem Nennen des Vornamens einherging. Jeder muss selber wissen, welchen Namen er seinem Kind gibt, allerdings würde ich zu bedenken geben, dass sich Vorname und Nachname doch harmonisch ergänzen sollten (die Richtung "Jill Ashley Obermaier" würde ich eher meiden, da derartige Kombis das Kind dem Druck aussetzen, sich erst einmal vor seinem sozialen Umfeld als ernst zu nehmende Persönlichkeit zu beweisen). Zum Thema "häufig gewählte Modenamen" habe ich noch zu sagen, dass man beachten sollte, dass Kinder immer gern mit dem Strom schwimmen und es lieben, so zu sein, wie alle anderen: die 5 Lisas und 4 Martins in der Klasse hatten nie ein Problem damit und die Meinung , dass sich das Ansprechen/Aufrufen problematisch gestaltet, kann ich absolut nicht bestätigen, selbst wenn die Kinder im Klassenzimmer hinter- oder nebeneinander saßen. 69018