In meiner Kindheit war das ein schöner (Mode-)Name; in meiner Grundschulklasse hießen 3 Mädchen Gertrud. Leider rief meine Familie mich Trudi, und ich wehrte mich schon als Achtjährige gegen diese Verstümmelung meines schönen Namens; schließlich gab es da die große gebildete Äbtissin Gertrud von Helfta (16.N0vember), die ich mir als Patronin aussuchte. Später entdeckte ich, daß Gertrud ein germanischer Name ist und bedeutet: Speerträgerin, Speerwerferin..... und das gefiel mir sehr gut, weil ich mich schon früh als verbal streitbar und gewandt auszeichnete. Ich lebte also meinen passenden Namen. Viel später, als ich ca 25 Jahre alt war, fiel mir auf, daß mich viele Bekannte Gudrun nannten und sich Gertrud einfach nicht merken konnten oder wollten, sodaß ich ständig betonen mußte: Ich heiße Gertrud, die Speerwerferin, das fanden dann alle interessant!
So ist das halt mit Namen: was heute modisch klingt, ist morgen megaout und omamäßig oder umgekehrt. So gab es vor längerer Zeit eine Renaissance von Katharina/Kathrin und Paul.




