Da mein Komentar ja leider gelöscht wurde, nochmal die Kurzfassung zum Verstandnis: In einem Artikel der Zeit vom letzten Jahr ging es um den Zusammenhang von Vornamen und sozialer Herkunft und wie sich das auf die Karriere auswirken kann, hier die Kurzfassung:
"...Es gibt dazu eine Studie aus den USA. Zwei Ökonomen haben mit erfundenen Schreiben auf 1300 Stellenanzeigen geantwortet und sie entweder mit typisch »schwarzen« Vornamen wie Lakisha oder Jarmal versehen oder mit typisch »weißen« wie Emily oder Greg. Ergebnis: Die weißen Bewerber erhielten trotz identischer Qualifikation im Schnitt 50 Prozent mehr Einladungen als ihre schwarzen Konkurrenten, bei anspruchsvollen Berufen war der Unterschied am größten. »Man kann davon ausgehen, dass das in Deutschland genauso wäre«, sagt der Soziologe Jürgen Gerhards. Nur dass es in Deutschland andere Vornamen sind, die nach Ghetto und Sozialhilfe klingen, nach arbeitslosen Eltern und saufenden Nachbarn: eben Jacqueline, Chantal, Cheyenne, Marvin, Kevin, Jason oder Justin...."
@Jaky AGAiN: Es geht hierbei nicht darum ob DEINE Eltern keine Bildung haben oder nicht, es geht um das Image dieser Namen. Beispiel:
Wenn jemand Berlin-Kreuzberg sagt, denkt jeder an Türken, sagt man Berlin-Marzahn denkt man an Arbeitslose. Daß es in diesen Stadtteilen mehr als genug Leute gibt, dem Image nicht entsprechen ist dabei IRRELEVANT denn es geht nicht um den einzelnen, es geht darum daß wir einVorstellung davon haben, wie jemand auszusehen bzw. zu sein hat, der aus Berlin-Kreuzberg oder Marzahn kommt. Wenn also eine Jacqueline oder ein Justin sich um eine Lehrstelle bewerben, könnten sie es im vergleich zu einem Maximilian oder einer Franziska ungleich schwerer haben, da sie erst das Image ihres Namens widerlegen müssten. Wenn sich nun die Franziska im Bewerbungsgespräch dumm anstellt, wird ihr das womöglich ehr verziehen als der Jacqueline und somit hat die Jacqueline es schwerer. Als meine beste Freundin aus dem Osten sich vor fast 15 Jahren telefonisch um einen Job im Westen beworben hat, bekam sie gesagt: „Ist ja schön, daß Sie sich für unsere Firma interessieren, aber ich denke nicht, daß wir das richtige Unternehmen für Sie sind, hier müssten Sie nämlich richtig arbeiten.“ Der gute Mann hatte eine ganz bestimmte Vorstellung von Ossis, nämlich die, daß sie faul sind. Ob das wirklich auf einen bestimmten Bewerber zutraf oder nur ein Klischee war, war dabei egal.




