Eine alte Tradition neu entdeckt: Die Babymassage

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  • von Baby-Vornamen.de-Redaktion

Massage bedeutet sanfte Nähe und Wärme. Sie beinhaltet intensivste Zuwendung und vermittelt dem Baby Sicherheit und Geborgenheit. Frédérick Leboyer, der als Arzt in Indien lebte, brachte diese alte Tradition in den 1980er Jahren mit nach Europa.

Glückliches Baby während einer Massage

Mehr Nähe zwischen Mutter und Kind als während der Schwangerschaft ist kaum vorstellbar. Sobald das Baby auf der Welt ist, wird es mit einer völlig neuen Lebenssituation konfrontiert: Kälte und Hunger machen sich bemerkbar, die Trennung von der Mutter und andere völlig neue Erfahrungen. Mit der Babymassage erleichtern Sie ihm den Übergang in seine neue Lebenswelt, sorgen für positive Körpererfahrungen und fördern seine Entwicklung – das haben Studien eindrucksvoll bewiesen.

Eine Massage löst eine Vielzahl von Reaktionen aus. So wird Myelin, ein fetthaltiges Mark, das die Nerven umgibt, schneller gebildet, was die Reizübertragung zwischen Gehirn und Nerven sowie die Muskelkoordination fördert. Das beugt Schäden an Knochen und Gelenken vor, sorgt für eine gute Haltung, eine sensible Körperwahrnehmung und regt das Immunsystem an. Regelmäßig massierte Babys schlafen besser und sind entspannter und aufmerksamer.

Die Zeit für eine Babymassage kann zwischen zwei und fünfzehn Minuten dauern. Sie sollten völlig entspannt und das Baby weder hungrig noch müde sein. Reiben Sie naturbelassenes Öl in Ihre warmen Hände und sorgen Sie für eine Raumtemperatur um 25 Grad, damit das nackte Kind nicht auskühlt. Sie gleiten nun langsam mit beiden Händen gleichmäßig von der Nase über die Wangen, anschließend von der Stirn über die Schläfen des Kindes.

Rückenlage: Streichen Sie das Baby abwechselnd mit einer Hand von der Schulter über die Brust und den Bauch bis zu den beiden Beinen. Die Brust wird gezielt von innen nach außen, der Bauch im Uhrzeigersinn massiert. Arme und Beine massieren Sie auch in der Rückenlage. Eine Hand umfasst einen Oberschenkel oder einen Oberarm. Ziehen Sie die Hand langsam bis zum Fuß oder bis zur Hand. Bein oder Arm erst loslassen, wenn die zweite Hand bereits den anderen Oberschenkel beziehungsweise Oberarm ergriffen hat. Nacheinander ziehen Sie dann beide Hände über das Bein beziehungsweise den Arm des Babys. Danach wird die Seite gewechselt.

Bauchlage: Streichen Sie langsam mit beiden Händen quer über den gesamten Rücken. Dann beginnen Sie beim Nacken, fahren hinunter zum Rücken über die Beine bis zu den Füßen. Achten Sie darauf, die Massage gleichmäßig zu verteilen.

Die Wirbelsäule äußerst behutsam oder gar nicht massieren. Wenn Unsicherheiten bestehen, lesen Sie einen Ratgeber oder nehmen Sie an einem speziellen Massagekurs für Babys teil. Dieser wird von vielen Hebammen angeboten.

Bildnachweis: Mother massaging baby © Monkey Business - www.fotolia.de

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