Vor- und Nachteile eines Kaiserschnitts
Die Geburt möglichst schnell hinter sich bringen und auf stundenlange Schmerzen verzichten. Ein Kaiserschnitt bietet diese Möglichkeit, doch ist er wirklich die beste Lösung?
Kaiserschnitt was ist das?
Bei einem Kaiserschnitt, auch Sectio genannt, wird ein 15-20cm langer Schnitt an der Schamgrenze einer Frau durchgeführt, durch den ein ungeborenes Kind auf die Welt gebracht werden kann. Zu diesem Zweck muss die Mutter betäubt werden. Der Kaiserschnitt stellt somit eine operative Alternative zur natürlichen Geburt dar. Bis vor kurzem wurden Kaiserschnittgeburten lediglich dann durchgeführt, wenn ein unmittelbares Risiko für die Gesundheit der werdenden Mutter oder des Kindes bestand. Heutzutage besteht sogar die Möglichkeit eines Wunschkaiserschnitts.
Vorteile eines Kaiserschnitts
Ein Kaiserschnitt bietet ein paar sehr praktische Vorteile. So kann eine Frau den Geburtstermin im Vorfeld festlegen und das lange Warten, Hoffen und Bangen entfällt. Zusätzlich steht es jeder Frau im Rahmen ihres Selbstbestimmungsrechtes zu, sich gegen eine natürliche Geburt zu entscheiden. Des Weiteren wird durch die Narkose der Geburtsschmerz quasi vollständig eliminiert. Auch die Zeit, die für die Geburt aufgewendet werden muss, reduziert sich auf ein paar Minuten, was eine erhebliche Erleichterung für Mutter und Kind darstellt. Durch immer modernere Operationstechniken ist es inzwischen auch möglich, dass eine Frau nach einer Kaiserschnittgeburt nicht einmal mehr eine Woche im Krankenhaus bleiben muss. Auch für das Kind ist eine Geburt mit Kaiserschnitt viel leichter. Es erleidet weniger Stress und keine Deformierungen am Kopf.
Nachteile eines Kaiserschnitts
Der wohl größte Nachteil des Kaiserschnitts ist, dass er nicht natürlich ist und gewisse gesundheitliche Risiken birgt. So ist es evolutionär so eingerichtet, dass eine Frau ihr Kind auf natürlichem Wege bekommt, sie kann es daher auch schaffen. Eine Operation wie beim Kaiserschnitt ist dagegen immer mit Gesundheitsrisiken verbunden. Es kann zu Infektionen kommen, menschlichem Versagen, Fehlern bei der Narkose und zu Geburtsschocks des Kindes. Nicht umsonst sterben bei Kaiserschnittgeburten bedeutend mehr Frauen als bei natürlichen Geburten. Des Weiteren ist das Glücksgefühl durch fehlende Hormonausschüttung nicht gegeben und damit das Bonding zum Kind erschwert. Auch die Narkose verhindert eine sofortige Kontaktaufnahme zwischen Mutter und Kind. In der Folge der Operation kommt es zu Operationsschmerzen, die bei einer natürlichen Geburt nicht auftreten. Langfristig gesehen stellt eine Operationsnarbe auch ein Risiko dar, weswegen alle weiteren Kinder sofort als Risikoschwangerschaften eingestuft werden. Die früher geltende Faustformel "Einmal Kaiserschnitt - immer Kaiserschnitt" trifft heutzutage aber nicht mehr zu. Dennoch sind Narbenrisse und Komplikationen bei späteren Geburten ein nicht selten anzutreffendes Phänomen bei Frauen, die bereits einen Kaiserschnitt hinter sich haben.
Bildnachweis: In safe hands © Yuri Arcurs - www.fotolia.de
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