Welche Impfungen sind notwendig und welche nicht?
Es ist ein Trugschluss zu glauben, dass Kinder, die geimpft sind, bestimmte Krankheiten nicht mehr bekommen können. Es trifft zwar nicht genau das Gegenteil zu; aber sollte das Kind die Krankheit bekommen, wird sie nicht so stark ausbrechen, als wenn es nicht dagegen geimpft wurde.
Aber ist es gut, dass Kinder gegen alle erdenklichen Krankheiten geimpft werden, nur damit sie bei einem eventuellen Ausbruch nicht so sehr leiden müssen?
Die Antwort: Es kommt auf das Kind an. Leiden Kinder bereits von Geburt an an bestimmten Grunderkrankungen wie Allergien, dann sollte schon überlegt werden, das Kind zu impfen. Ist das Kind gesund, kann z.B. eine Impfung gegen Windpocken durchaus unterlassen werden. Wenngleich diese Krankheit sehr unangenehm ist, so ist sie doch harmlos und im Allgemeinen nach einigen Tagen auch ausgestanden.
Wie es sich mit Impfungen im Säuglingsalter verhält, darüber werden die Eltern bereits im Krankenhaus nach der Entbindung informiert. Zudem erhalten sie ein Impfbuch, aus dem sie ersehen können, in welchem Alter welche Untersuchungen und Impfungen durchgeführt werden sollen. In der Regel beginnen die ersten Impfungen im Alter von zwei Monaten. In diesem Alter werden die Babys gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Kinderlähmung, bakterielle Hirnhautentzündung und Hepatitis B geimpft. Diese Impfungen sind unbedingt zu empfehlen, geben sie den Neugeborenen doch einen ersten Grundschutz zum Start ins Leben. Weitere Impfungen erfolgen dann kurz vor Vollendung des ersten Lebensjahres. Dann werden die Kinder gegen Masern, Mumps und Röteln geimpft. Auch diese Schutzimpfungen sollten nicht unterlassen werden. Wenngleich die Kinder trotz Impfung nicht davor gefeit sind, so können sie doch bei Auftreten in ihrer Stärke ein wenig abgemildert werden. Kindern mit Vorerkrankungen oder einem schwachen Immunsystem seien zu diesen Impfungen geraten, können sie doch zu gefährlichen Komplikationen mit schweren gesundheitlichen Schäden führen. Eltern, die sich grundsätzlich gegen Impfungen entscheiden, sei gesagt, dass die Impfstoffe heute sehr gut verträglich sind.
Generell kann man sicher sagen: Je älter die Kinder werden, desto größer sind ihre Abwehrkräfte gegen auftretende Krankheiten. Dennoch ist von eminent wichtiger Bedeutung bei jugendlichen Mädchen die Impfung gegen Röteln. Denn sollte die Krankheit während einer Schwangerschaft ausbrechen, können Röteln schwere körperliche Schäden beim Ungeborenen hervorrufen. Ob man Kinder zu Beginn des Herbstes gegen Grippe impfen lassen sollte, sei den Eltern überlassen. Eine Impfung gegen Zecken ist jedoch nicht notwendig.
So wichtig die Erst-Impfungen sind, genauso wichtig sollten die Auffrischimpfungen gegen Diphtherie und Tetanus sein, die im Laufe der Zeit häufig in Vergessenheit geraten.
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